Projekt-Stolpersteine

Gedenkbuch - Detailausgabe


Stein ist in Auftrag


Stein ist verlegt

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Neuhaus, Doris

Geburtsname: Kron
geboren: 05.02.1875 Neidenburg/Ostpreußen
Adresse: 12169 Althoffstr. 8
Deportation: Alterstransport , 09.02.1944 Theresienstadt
gestorben: Berlin
Schicksal: ermordet
weitere Angaben: Doris Neuhaus ließ sich als Witwe am 24.12.1939 von dem Bekennenden Pfarrer Zippel in der Lukaskirche Berlin-Steglitz taufen (Kopie Taufschein und Taufbuchauszug). Ihr "arischer" Ehemann war am 22.05.1939 gestorben. Die Eheleute hatten zwei Kinder, Else *26.10.1903 und Gerhard *25.10.1907, die laut Vermögenserklärung als "Mischlinge I. Grades" galten (BLHA: Rep. 36 A (II), Nr. 28122).
Vor der Deportation lebte Doris Neuhaus bei ihrer Tochter Else, die seit 1938 Hauptmieterin der Wohnung war.
Die Vermögenseinziehungsverfügung vom 01.02.1944 wurde Doris Neuhaus am 02.02.1944 in der Gr. Hamburger Str. 26 zugestellt.
Mit Datum vom 24.01.1945 wurde von der Vermögensverwertungsstelle festgestellt: "1. Es ist kein Vermögen festgestellt worden. 2. Die Akten werden geschlossen. 3. Vermögensverzeichnis-Kontrollbogen aufstellen zur Statistik ..."
Doris Neuhaus hat Theresienstadt überlebt und kehrte nach Berlin zurück. Sie lebte weiter bei ihrer Tochter in der Althoffstr. 8, kam später in ein Altersheim und starb am 04.03.1953 in Berlin (Auskunft der Enkelin Beate Sprotte, Bad Harzburg).


Wissenswertes zur Straße: Benannt nach Friedrich Althoff (1839-1908), Politiker und Universitätsdezernent im preußischen Kultusministerium.
 
Verlegedatum: verlegt 03. Juli 2010
Bemerkungen: Nach der Stolpersteinverlegung kam der Kontakt mit der Enkelin, Frau Beate Sprotte, in Bad Harzburg zustande.

Stolperstein gespendet von der Ev. Lukasgemeinde Steglitz
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Nummer des Verlegeortes:
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Gemeindegebiet heute: Lukas-Steglitz
Inschrift des Steins:
     
     


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